Titelbild der Kirchengemeinde Steinau
Titelbild der Kirchengemeinde Steinau

Herzlich Willkommen

 

 

Katharinenkirche
Katharinenkirche
Das Heilige Grab
Das Heilige Grab
Steinau mit den Türmen der Reinhardskirche und der Katharinenkirche
Steinau mit den Türmen der Reinhardskirche und der Katharinenkirche

Evangelische Kirchengemeinde Steinau an der Straße

Folgen der Coronapandemie für die Kirchengemeinde und die Kindergärten siehe unter "Aktuelles" - Stand: 27. März 2020!


Die Glocken unserer Kirchen laden ein zum Gebet:
um 7.00 Uhr die Glocken von St. Paulus,
um 12 Uhr und 18.30 Uhr die Glocken der Reinhardskirche.

Verbinden wir uns miteinander im Gebet.

 

 

 

Ein Vorschlag: Lebendiger Gott, wir bitten dich für alle Menschen, die in diesen Tagen von Sorgen und Angst gequält sind, sei du ihnen nahe, schenk ihnen Gelassenheit und Vertrauen auf dich.

Wir bitten dich für alle, die unter Einsamkeit leiden, weil sie zuhause bleiben müssen und keiner zu Besuch kommt; schenk ihnen Menschen, die auf andere Weise zeigen, dass sie da sind und sich kümmern.
Wir bitten dich für alle, die krank sind, behüte und begleite sie, sei ihnen nahe in schwierigen Momenten und stärke sie im Ringen um ihre Gesundheit.
Wir bitten dich für alle, die sich um Kranke kümmern, gib ihnen Kraft für ihren Dienst und bewahre sie vor Ansteckung.
Wir bitten dich für alle, die Verantwortung tragen und jetzt schwierige Entscheidungen treffen müssen, schenk ihnen Besonnenheit, Augenmaß und Mut.
Gott, wir bitten dich auch für alle, die jetzt nicht in einem sicheren Zuhause und gut versorgt sind, die auf der Flucht sind oder auf der Straße leben, die keine Krankenversicherung oder keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Hilf uns, sie und ihr Leiden nicht zu vergessen und lass uns Wege zur Hilfe für sie finden.
Gott, du bewahrst uns im Leben und im Sterben, dir vertrauen wir uns und unsere Lieben an. Bleibe bei uns. Amen. (Bischöfin Dr. Beate Hofmann)

Videoandacht zum Sonntag, 29. März 2020 von Pröpstin Wienhold-Hocke
siehe auch:  www.ekkw.de


Gedanken zum 5. Sonntag in der Passionszeit, den 29. März 2020 von Pfarrerin Szilvia Klaus

„Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.“ (Matthäus 20,28)

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Menschenrechte sind aus gutem Grund in den Verfassungen der demokratischen Länder verankert. Das ist richtig so, denn diese Rechte werden aus der einzigartigen Würde des Menschen von der Schöpfung her abgeleitet. So hat jeder Mensch das Recht auf Nahrung und Wasser, auf eine medizinische Versorgung, auf Bildung, oder auf Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit.

Auf was haben wir sonst noch „automatisch“ ein Recht? Auf Gesundheit und ein langes Leben? Auf Wohlstand und das reibungslose Funktionieren des täglichen Lebens und unseres Terminkalenders? Auf Urlaube in der Karibik, oder auf Mallorca? Wir modernen Menschen pochen gerne auf unser Recht und sind sehr sensibel gegen (vermeintlichen) Ungerechtigkeiten. Selbst kleine Kinder rufen schnell empört „das ist nicht fair!“, selbst wenn sie nur beim Würfelspiel verloren haben. Allerdings wird dieses Weltbild in der jetzigen Corona Krise massiv infrage gestellt, denn plötzlich merken wir es schmerzlich: wir haben vielleicht doch nicht automatisch das Recht auf Gesundheit, oder auf die vielen Privilegien einer Wohlstandsgesellschaft.

Jesus Christus hätte damals vor 2000 Jahren gut begründet auf sein Recht pochen können. Denn immerhin kam er mit dem Anspruch, Gottes Sohn zu sein. Der Messias, der Retter, der Erlöser, der Heiland. Stattdessen verzichtete er aber auf seine Privilegien. „Er gab alle seine Vorrechte auf und wurde einem Sklaven gleich. Er wurde ein Mensch in dieser Welt und teilte das Leben der Menschen. Im Gehorsam gegen Gott erniedrigte er sich so tief, dass er sogar den Tod auf sich nahm, ja, den Verbrechertod am Kreuz“ (Philipper 2,7-8 nach der Gute Nachricht Übersetzung).

Das lässt uns still und demütig werden. Das lässt uns dankbar werden. Dankbar für Viele, die in dieser Zeit für Vorrechte verzichten, um uns zu dienen. Und dankbar für den Herrn, der uns gedient hat und uns bis heute dient.

Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen                Pfarrerin Szilvia Klaus